- katholischer Sportverband der DJK-Vereine Berlins -

Standpunkte

  • Leitlinien der DJK
    Präambel Der DJK-Sportverband, 1920 als “Deutsche Jugendkraft” gegründet, weiß sich der Herkunft seines Namens verpflichtet und möchte für jede Generation die damit verbundenen positiven Eigenscha...
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  • Inklusion
    Die UN-Behindertenrechtskonvention ist in Deutschland am 26. März 2009 in Kraft getreten. Seit dieser Zeit ist der Begriff „INKLUSION“ bei uns allgegenwärtig. Inklusion ist das Gegenteil von Exklus...
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  • Engagement im Kampf gegen Doping
    Düsseldorf/Weinheim (30.05.2012). Der DJK-Sportverband und die Doping-Opfer-Hilfe e.V. (DOH) werden im Anti-Doping-Kampf gemeinsame Wege gehen. Dies haben die Verantwortlichen des katholischen Spor...
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  • Prävention vor sexueller Gewalt
    Unter Federführung der DJK Sportjugend hat der DJK-Sportverband Informationen zur Prävention sowie zum Umgang mit Verdachtfällen erarbeitet und stellen sie online zur Verfügung. Bei der Erstellung ...
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  • Kommentar der DJK Sportjugend zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees
    Kommentar zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees auf Grund vielfältiger Anti-Doping Präventionsarbeit der DJK Sportjugend „Sport um der Menschen Willen“ stellt das Leitmotiv der ...
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Leitlinien der DJK

Präambel

Der DJK-Sportverband, 1920 als “Deutsche Jugendkraft” gegründet, weiß sich der Herkunft seines Namens verpflichtet und möchte für jede Generation die damit verbundenen positiven Eigenschaften entfalten: Kreativität, Lebensfreude und die Fähigkeit zur Kritik. Der Sport soll als ein Fest und als ein Ausdruck von Lebensfreude erlebt werden und der Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit dienen. Motivation ist die Art und Weise, wie Jesus Christus jedem Menschen Ansehen und damit Respekt und Vertrauen schenkt. Wenn diese christliche Wertschätzung gegenüber allen die katholische Wurzel des DJK-Sportverbandes bleibt, können sich im Sport “Schönheit, Selbstlosigkeit und Kameradschaft” (Papst Franziskus) zeigen.

Sportlich

Bewegung, Spiel und sportlicher Wettkampf im Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele dienen der gesamtmenschlichen Entfaltung – entsprechend der Fähigkeiten und Einschränkungen eines jeden Einzelnen. So kann der Sport dazu beitragen, Freude an der eigenen Entwicklung und Freude am Miteinander zu erleben.

Menschlich

DJK-Vereine sind in ihren Aktivitäten grundsätzlich offen für alle Menschen. Sie wollen soziale Integration bewirken, wobei die Selbstachtung und der Respekt vor der Würde des Menschen von großer Bedeutung sind. DJK-Vereine fördern eine vorurteilsfreie Begegnung von Menschen im Sport, weil jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Deshalb heißt der DJK-Sportverband jeden Menschen herzlich willkommen. Der Umgang untereinander ist geprägt von Wertschätzung, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit und Fair-Play. Sportliche und gesellschaftliche Regeln werden beachtet und das Handeln unterliegt den Grundsätzen der Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Vergebung.

Demokratisch vielfältig

Für den DJK-Sportverband ist es wichtig, so weit wie möglich auf Fragen, Bedürfnisse und Nöte seiner Mitglieder einzugehen. Entscheidungen werden mit der DJK Sportjugend demokratisch getroffen bei größtmöglicher Transparenz. Schutz der Persönlichkeitsrechte und personenbezogener Daten sind ebenso selbstverständlich wie die Ablehnung jeglicher Form von Korruption und Manipulation.

Aufmerksam

Es gilt die Augen zu öffnen gegenüber den Gefährdungen des Sports: Sexualisierte Gewalt, Doping und Medikamentenmissbrauch. Eine aktive Prävention bei Sportler/innen, Übungsleiter/innen, Trainer/innen und Eltern ist wichtig. Dazu dient vor allem eine Kultur des Vertrauens. Grenzüberschreitungen jeglicher Art werden nicht toleriert. Dies wird in den Ausbildungen des DJKSportverbandes berücksichtig und gelehrt.

DJK-Vereine sind wertvoll. Sie setzen sich ein für mehr Menschlichkeit im Sport und durch Sport.

Inklusion

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist in Deutschland am 26. März 2009 in Kraft getreten. Seit dieser Zeit ist der Begriff „INKLUSION“ bei uns allgegenwärtig. Inklusion ist das Gegenteil von Exklusion, was Ausgrenzung oder Ausschluss bedeutet, und steht für das Recht auf gleich-berechtigte und selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft als zentrales Menschenrecht. Teilhabe ist das Wort, das Inklusion am treffendsten erklärt. Politisch und sportpolitisch wird der Begriff in erster Linie in Verbindung mit Menschen mit Behinderung eingesetzt. Der ältere Begriff der Integration steht vor allem für die Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund.

Im DJK-Sportverband gilt seit seiner Gründung das Leitbild ‚Sport um der Menschen willen‘ als zentrale Grundorientierung. Hierbei geht es darum, möglichst viele Menschen an den Angeboten eines DJK-Vereins teilhaben zu lassen. Wir grenzen Teilhabe nicht auf Menschen mit Behinderung ein, sondern versuchen durch unsere Angebote alle Menschen einzubeziehen. Dabei fordern wir unsere DJK-Vereine auf, sich immer wieder neu zu orientieren und zu öffnen für Menschen mit Behinderung, Benachteiligte und Randgruppen. Es geht darum, Barrieren abzubauen. Barrieren in den Köpfen und in den Strukturen.

Diese Öffnung ist nur mit einer passenden Struktur und ausgebildeten Kräften sinnvoll. Vor allem bei der Arbeit mit Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung ist eine Fachausbildung zwingend notwendig und eine Zusammenarbeit mit Facheinrichtungen und Fachorganisationen zu empfehlen. Genauso sind spezifische Qualifikationen wichtig bei der Arbeit in Herzgruppen oder anderen Handicap-Gruppen. Dass viele DJK-Vereine in diesen Feldern zum Teil schon seit vielen Jahren engagiert sind, erfüllt uns mit Freude und Stolz.

Inklusion, Teilhabe, ist in verschiedenen Varianten möglich:

  • Gruppen, in denen Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam Sport treiben
  • Gruppen, in denen Menschen mit einem Handicap, Benachteiligte oder Randgruppen auf ihren Wunsch eine eigene Gruppe im Sportverein bilden und zu gemeinschaftlichen allgemeinen Veranstaltungen uneingeschränkt willkommen sind.
  • Menschen mit einem Handicap sind selbstverständlicher Teil von Festen, Feiern und Treffen.
  • Menschen mit einem Handicap wird die Möglichkeit geboten, an Ferien- und Freizeitmaßnahmen teilzunehmen.

Wir möchten Mut machen, die aufgezeigten Herausforderungen anzunehmen und bei Schwierigkeiten und etwaigen Rückschlägen nicht aufzugeben. Die christliche Grundorientierung mit der Zielsetzung, Dienst am Menschen zu leisten und den Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen, ermöglicht es gerade DJK-Vereinen, die Kategorisierung und Ausgrenzung von Menschen abzubauen.

Volker Monnerjahn
Präsident des DJK-Sportverbandes

Engagement im Kampf gegen Doping

Düsseldorf/Weinheim (30.05.2012). Der DJK-Sportverband und die Doping-Opfer-Hilfe e.V. (DOH) werden im Anti-Doping-Kampf gemeinsame Wege gehen. Dies haben die Verantwortlichen des katholischen Sportverbandes und der Interessenvertretung staatlich anerkannter Dopingopfer in Mannheim beschlossen. Schwerpunkt der Kooperation wird die gemeinsame Präventionsarbeit junger Sportlerinnen und Sportler sein.

Besonders in der Aufklärung von Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren sollen die Kräfte von DJK und DOH gebündelt und Stärken auf beiden Seiten genutzt werden. „Wir müssen unsere Vereine für das Thema sensibilisieren“, sagt Volker Monnerjahn, Präsident des DJKSportverbandes. „Deshalb wird das Thema Doping in den Ausbildungslehrgängen der DJK zum festen Inhalt gemacht. Über Veröffentlichungen sollen auch Eltern, Erzieher, Ärzte und Physiotherapeuten erreicht werden.“

„Der zähe Kampf gegen die Seuche Doping kann nur Früchte tragen, wenn es uns gelingt, Sensibilität bei Kindern und Jugendlichen, bei den Ausbildern und Lehrern zu wecken. Deshalb muss in Schulen, ja auch in Kindergärten, und in den Jugendabteilungen der Sportvereine angesetzt werden“, sagt Dr. Klaus Zöllig, der Vorsitzende der Doping-Opfer- Hilfe. Heranwachsende müssten gewappnet sein vor dem ersten Kontakt mit "unterstützenden Mitteln", um dann widerstehen zu können, so der Sportmediziner.

„Der Sport muss die Gesundheit seiner Athleten höher stellen als unbedingten sportlichen Erfolg. Dabei muss auch überlegt werden, wie eine Sportförderung unabhängig von Medaillenspiegeln erfolgen kann“, so DJK-Präsident Volker Monnerjahn.

Ethische, moralische und gesundheitliche Leitplanken

  • Doping ist Betrug und verstößt gegen das Fairplay Gebot 
  • Doping gefährdet die Gesundheit, kann zu bleibenden Schäden führen und zum Tode führen
  • Das Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30), wie werde ich unabhängig davon, immer gewinnen zu müssen
    • Ich habe eine Verantwortung für meinen Körper, er ist mir anvertraut und ich muss Rechenschaft ablegen, dass ich sorgsam mit meinem Körper umgegangen bin
    • Ich habe eine Verantwortung, dass ich mein Talent, dass ich meine Begabungen auch nutze
    • Erfolgreich ist der, der sein Talent, seine Begabung auch nutzt und das Beste daraus macht
    • Habe ich mein Bestes gegeben, das Optimale aus mir herausgeholt, meine optimale Leistung erzielt und bin trotzdem nicht Erster geworden, so kann ich doch zufrieden sein!

Prävention vor sexueller Gewalt

Unter Federführung der DJK Sportjugend hat der DJK-Sportverband Informationen zur Prävention sowie zum Umgang mit Verdachtfällen erarbeitet und stellen sie online zur Verfügung. Bei der Erstellung der Papiere wurdenVorlagen der Bayerischen Sportjugend und des BDKJ Paderborn auszugsweise verwendet.
 
Die Verpflichtungserklärung zur Prävention vor sexueller Gewalt und die dazugehörende Handreichung zur Einführung dieser Selbstverpflichtung sollten in den Vorständen und danach in den Vereinen diskutiert und umgesetzt werden. Die konkreten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit einem Verdachtsfall sowie zum Umgang mit bestätigten Fällen sexuellen Missbrauchs und/oder sexualisierter Gewalt sollen euch und euren Verein dabei unterstützen.

Downloads:

Kommentar der DJK Sportjugend zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees

Kommentar zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees auf Grund vielfältiger Anti-Doping Präventionsarbeit der DJK Sportjugend

„Sport um der Menschen Willen“ stellt das Leitmotiv der DJK Sportjugend dar. Dabei geht es neben einer Bejahung zum Leistungssport vor allem um Wertevermittlung im Sport und durch Sport. Werte wie Fair Play, Respekt und Transparenz im Sport zu leben und Sportlerinnen und Sportlern zu vermitteln, wird durch die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees nicht einfacher. Wie soll die DJK Sportjugend der „Jugend der Welt“ nahebringen, dass sich Lug und Trug nicht auszahlen, sondern mit aller Härte bestraft und anhand einer Null-Toleranz-Politik verfolgt werden?
Die Grundsatzentscheidung, jedem Athleten/jeder Athletin die Chance zu geben, an den Olympischen Spielen, für welche diese viele Jahre trainiert haben, teilzunehmen – unter den gesetzten Voraussetzungen – ist eine nachvollziehbare und begrüßenswerte Entscheidung. Jedoch stellen sich nun immense Herausforderungen, diese komplexe Vorgehensweise innerhalb kürzester Zeit mit maximaler Sorgfalt zu bewältigen. Es darf in keiner Weise die sorgfältige Prüfung auf Grund von Zeitmangel geschwächt werden – dies wäre ein Betrug an allen nachweislich sauberen Athleten und Athletinnen!
Die wirklich bedenklichen Entscheidungen sind neben dem Ausschluss der Kronzeugin, die Leib und Leben aufs Spiel gesetzt hat, um das staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland aufzudecken, die Möglichkeit einem Land, welches anscheinend jahrelang die Olympischen Werte mit Füßen getreten hat, und damit den Politikern, trotz eines Ausschlusses von diesen Olympischen Spielen, eine internationale Bühne zu geben.
Viel zu selten ergeben sich heutzutage Möglichkeiten eine Haltung zu zeigen, unabhängig von politischen Zwängen. Diese Chance, der „Jugend der Welt“ zu beweisen, dass Fair Play ein wesentlicher Stützpfeiler der Olympischen Bewegung und damit der Gesellschaft ist, wurde hier leider verpasst. Nun wird ein fader Beigeschmack an den in wenigen Tagen beginnenden Olympischen Spielen in Rio bleiben.

Michael Leyendecker
Bundesjugendleiter der DJK Sportjugend

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Der bundesweit bekannte Comedian Sascha Grammel aus Berlin-Spandau hat sich am 29.4.2017 beim 15. Toyota-Kinderfest an der Zitadelle Spandau über die von der DJK Spandau angebotene Trendsportart Skate-Biathlon informiert und sich von unserem Sportwart Sven Stimming das Biathlon-Schießen im liegenden Anschlag mit dem Laser-Gewehr erklären lassen. weiterlesen

Einladung zum Tag der offenen Tür

Der Ruderverein Märkischer Wassersport öffnet wieder seine Türen!

Am 22. und 23. April in der Zeit von 13.00 – 17.00 Uhr kann wieder unser Vereinsgelände erkundet werden, sich am Ergometer ausprobiert und auch eine kleine Proberunde im Ruderboot auf dem Alten Spandauer Schifffahrtskanal zurückgelegt werden.
Abgerundet durch Kaffee und Kuchen zu moderaten Preisen werden dies bei  hoffentlich schönem Wetter wieder interessante und erlebnisreiche Stunden werden.

Flyer und Infos

Aktion "Farbe bekennen"